Präventions- und Versorgungsforschung

An der Charité finden sich Aktivitäten zu Geschlechteraspekten in der Präventions- und Versorgungsforschung, die vor allem von Frau Prof. Birgit Babitsch, Berlin School of Public Health, und von Frau Dr. Friederike Kendel, Institut für Medizinische Psychologie, CharitéCentrum 01, vorangetrieben werden.

 

Versorgungsforschung

Ziel meines Fachgebietes Versorgungsforschung ist es, die gesundheitliche Versorgung unter Alltagsbedingungen vor dem Hintergrund einer Patienten- und Zielgruppenorientierung zu untersuchen; hierbei immer unter Einbeziehung der Diversity-Perspektive sowie qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden. Im Fachgebiet werden verschiedene nationale und internationale Forschungsvorhaben durchgeführt, die verschiedenen Schwerpunkten zuzuordnen sind.

Im Schwerpunkt Migration werden u. a. die Inanspruchnahme von Notfallambulanzen in Berlin (Kooperation mit der Klinik für Gynäkologie, Charité und der ASFH Berlin) sowie die Möglichkeiten der Etablierung des Diversity Management in der Gesundheitsversorgung untersucht.

Zum Schwerpunkt Kinder/Jugendliche wurden/werden u. a. folgende Projekte durchgeführt:
Wissenschaftliche Expertise: Kinderuntersuchungen für 6- bis 10-Jährige (abgeschlossen);
Longitudinale Verlaufsdokumentation adipöser Kinder und Jugendlicher in Deutschland: APV-Large – Berlin-Kohorte (TP1) und Verbesserung der Nachhaltigkeit einer stationären Rehabilitation für adipöse Kinder und Jugendliche (beide Projekte gemeinsam mit Adipositas-Sprechstunde, Charité).

Im Schwerpunkt Gender werden in Kooperation bspw. mit dem Institut für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) oder mit dem Ärztlichen Zentrum für Qualität (ÄZQ) Forschungsfragen zum Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Behandlungsleitlinien bearbeitet.

Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Professionen im Gesundheitswesen stellt einen weiteren Schwerpunkt des Fachgebietes dar. Hier steht ein Forschungsprojekt zum Thema „Berufsprofile von Diätassistenten/-innen“ kurz vor dem Abschluss.

Übergreifend wird die Patientenperspektive in der gesundheitlichen Versorgung als wesentlicher Ansatzpunkt der Forschungsarbeit im Fachgebiet betrachtet. Aktuell werden Studien in Kooperation bspw. mit der Medizinischen Hochschule Hannover zur Endometriose und international zum Diabetes-Selbstmanagement durchgeführt.